Posts Tagged ‘Dampfermotiv’

1st published Book v1.1

Thursday, January 22nd, 2009

Das Ergebnis:

80 Seiten Farbe mit Paperback (eigenes Motiv) und Cellophanierung glänzend (empfehle matt)

Pdf der Präsentationspläne

Diplombuch zum Downloaden

Es war mir ein Anliegen mein Diplombuch gestalterisch von den üblichen leinengebundenen Arbeiten abzuheben. Auch aus persönlichem Interesse recherchierte ich lange bei Diplomarbeitsdrucker & Bindereien, Digitaldruckereien sowie den immer häufiger und vorallem preiswerter werdenden Book-on-Demand Services. Da ich ein “anscheinend” spezielles Format haben wollte (A4 quer) mußte ich allerdings viele gute Angebote wie z.b. Books on Demand, lulu.com, qoop.com, blurb.com (leider kein pdf upload) ungenützt lassen.

Gefunden habe ich dann in letzter Minute eine sehr gute Druckerei ( http://www.online-druck.biz/ ) in Süddeutschland mit gutem Online-Interface und bestechendem Service. Preislich war es auch das beste Angebot. Einzig ein Probedruck wäre wünschenswert.

Preis/Leistungsverhältnis, Online Präsenz und Service bei Fragen und kurzfristigen Auftragsänderungen waren allerdings mehr als zufriedenstellend. Das Ergebnis war auch gut.

Dampfermotiv in der Architektur Teil1

Thursday, October 23rd, 2008
Der Dampfer, oder genauer das Passagierschiff, ist eine der zentralen Metaphern der avantgardistischen Architektur in den 20er Jahren gewesen. Aus dem Dampfermotiv entspringen die später propagierten Attribute „Reinheit, Technizität, Klarheit, Offenheit, Sachlichkeit, Modernität und Weltoffenheit”. [44] Neben der schiffsinternen Ordnung wollte man den Menschen die Metaphern begreifbar machen, indem formale Bezüge hergestellt wurden. Die Architekten erhofften sich damit ein gesellschaftliches Modell zu manifestieren.

Bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jhd. nannte Violet-le-Duc, ein Vertreter der französischen Revolutionsarchitektur, den Dampfer als Beispiel zeitgemässer funktioneller Denkweise. 1923 verglich Le Corbusier, in seinem Werk »Vers une architecture« das Heck eines Ozeandampfers mit seiner Villa Savoye. [43] In seinem Werk illustriert Le Corbusier anhand von Fotografien die Vorzüge der Schiffsarchitektur.

Er hatte eine ausgeprägte Vorliebe für Automobile, war begeistert von den technischen Errungenschaften seiner Zeit. Er nennt sie “prächtige bewegliche Wohnblocks der modernen Zeit” [45]

Mies van der Rohe nannte das deutsche Passagierschiff Imperator 1923 “[…] eine schwimmende Massenwohnung
aus den Bedürfnissen und den Mitteln unserer Zeit.”[46] Hans Scharoun schrieb dazu: ”Man ersehnt, etwas von der Kühnheit moderner Schiffskonstruktionen auf die Gestaltung des neuen Hauses übertragen zu sehen.” [47]

In der damaligen Zeit übte das Passagierschiff eine ungemeine Faszination auf die Menschen aus. Die Passagierschiffbauer übertrafen sich gegenseitig, vergleichbar in heutiger Zeit mit dem Höhenrausch beim Bau von Wolkenkratzern. Der Ozeandampfer war der Inbegriff des Fortschrittsglaubens. Ausserdem verband man damit nationales Prestige und die “schwimmenden Paläste” vermittelten Glamour und Kosmopolitismus. Über 70 Jahre hinweg waren sie das wichtigste Verkehrsmittel zwischen den Kontinenten.

Literaturverzeichnis

44 Gert Kähler, Architektur als Symbolverfall. Das Dampfermotiv in der Baukunst, Braunschweig 1981 S.110

45 Le Corbusier,Feststellungen zur Architektur und zum Städtebau, Berlin/Frankfurt/Wien 1929, S.224

46 Mies v.d.Rohe: Gelöste Aufgaben (1923), zitiert nach: F.Niemeyer: Das kunstlose Wort. Berlin 1986, S.302

47 zitiert nach: P. Pfankuch (Hrsg.) Hans Scharoun, Bauten, Entwürfe, Texte. Berlin 1974, S.82

Abbildung

Kähler, Gert, Eine „Architektur der Hoffnung“ ist untergegangen, in: Arcus 5. Architektur und Wissenschaft „Schiffe“, Köln 1989, S. 12

Diplom: on board! Eine Megastruktur über Wasser

Friday, May 23rd, 2008
on board! wurde zum Zwecke der Erlangung meines Diploms erdacht, geplant und ausgearbeitet. Intention war ein ausgeschriebener Studentenwettbewerb von der Firma Xella der eine Wohnbrücke über den Rhein vorsah die bis zu 800 Meter lang, 45 Meter Breit, 250 Meter stützenfrei und mit 17 Meter Höhe über dem Wasser überspannen sollte damit die Schiffe passieren können.

Duisburg, ein ehemaliger Industriestandort für Stahl- und Kohleverarbeitung strebt an, den Strukturwandel hinter sich zu lassen und der Stadt unter dem Aspekt “Duisburg an den Rhein” ein neues Gesicht zu geben. Trotz der guten Infrastruktur und Verkehrswege in Duisburg ist der Bauplatz im Speziellen relativ isoliert im Stadtgefüge.

Deswegen und wegen der enormen möglichen Ausmasse des Baukörpers und auch nach einer intensiven Beschäftigung mit den Themen Dampfermotiv (Le Corbusier) und Megastruktur

(TeamX, Archigram, Yona Friedman, Constant u.v.m.) entschied ich einen autonomen Baukörper zu gestalten.

Gleich einem Passagierschiff ist es so organisiert, dass man es nicht verlassen möchte/muß. on board! ist in verschiedene Zonen unterteilt und auf vier Kernnutzergruppen abgestimmt. Die Bewohner und Gäste (Hotel, Boarding) im oberen Bereich, die Besucher (Touristen, Besucher, Publikum, Konsumenten) im unteren Bereich und das Personal für die verschiedenen Zonen.

Innerhalb gibt es ein reichhaltiges Angebot an Einkaufsmöglichkeiten, Entertainment, Kultur, Sport und Gastronomie sowie Freiflächen. Durch die Durchmischung und den Austausch der Personengruppen bei den verschiedenen Attraktionen wird on board! als vielseitige und lebendige Ergänzung im Stadtgefüge wahrgenommen und soll sich über die Jahre als Wahrzeichen von Duisburg etablieren.